Wiederaufbauprojekte - Unterkünfte

Stellvertretend für alle unsere Wiederaufbauprojekte finden Sie hier eine Auswahl:

Khun Bani - Thailand

 

Bani wurde nach der Katastrophe mit ihrem kranken Mann in einem der errichteten "Opfercamps" untergebracht, da ihr Haus komplett zerstört wurde. Sie hatte fast alles verloren, was sie besaß. Die Regierung war nicht bereit, sie beim Hausbau auf ihrem Grundstück zu unterstützen. Bani hätte mit ihrem Mann aus ihrer vertrauten Umgebung wegziehen sollen. Somit finanzierte sie die Pfeiler, auf denen ihr neues Haus stehen sollte selbst. Für mehr reichte es nicht. Lichtblick unterstützte sie beim Hausbau, so dass Bani und ihr Mann nicht länger im Opfercamp leben müssen

Khun Nitthaya - Thailand    

Khun Nitthaya und ihr Mann haben zwei Kinder. Ihr Haus wurde vom Tsunami komplett zerstört. Volontäre der technischen Universität aus Bangkok halfen ihr nun, das Haus wieder aufzubauen. Das Geld der Regierung reichte allerdings nicht aus, um dieses fertig zu stellen. Nitthaya wollte in ihrem Haus einen kleinen Laden eröff¬nen, um dort Kleidung, Nahrung etc. zu verkaufen. Somit hätte sie schnell wieder die Möglichkeit Geld zu ver¬dienen und für sich und ihre Familie zu sorgen, die zurzeit noch unter ärmlichsten Verhältnissen im Opfercamp wohnt. Lichtblick unterstütze Nitthaya beim Hausbau, so dass Sie schnell aus dem Opfercamp ausziehen und zu Hause arbeiten konnte.

Khun Arirat - Thailand

Arirat und ihr Mann wohnen in Baan Nam Khem. Ihr Haus ist nur teilweise in Mitleidenschaft geraten. Die ein¬gestürzten Wände wurden bereits von World Vision repariert, innen war jedoch fast alles zerstört. Das Ehepaar besaß nichts mehr, keine Toilette, keine Küche, schlief auf einer alten Matratze. Außerdem musste die Decke des Hauses repariert werden. Lichtblick unterstützte Arirat und ihren Mann bei diesen Arbeiten.

Fischerfamilie/Eltern von Kim

Die Fotos zeigen, wie der Fischer, seine Frau und ihr Sohn Kim dabei sind endlich – nach über einem Jahr- ihr neues Haus dank der Spendengelder fertig zu stellen. Sie leben zwar momentan noch im Auffanglager, werden aber in spätestens 3 Monaten in das kleine Haus einziehen. Die Familie ist sehr froh und sehr dankbar.

 

Mrs. Nuntha Tonglom - Thailand

Sie, ihr Mann und die zwei Kinder haben  ihr Haus in der Welle verloren, die Großmutter ist im Tsunami gestorben. Sie sind in einem 1-Zimmer-Haus in Nam Khem untergebracht. Ihnen wurde diese Notunterkunft von der Regierung gestellt, da sie im Tsunami alles verloren haben. Wir werden einen kleinen Anbau für ein weiteres Zimmer finanzieren.

Mr. Somchai - Thailand

Auch er benötigt für sich und seinen Familie dringend einen zweiten Raum, da auch hier mehrere Personen in nur einem kleinen Raum leben  und arbeiten müssen.

Miss Thanida Wilainat - Thailand

Wir nennen sie Juju. Sie ist auf dieser Reise unsere ständige Begleiterin und Übersetzerin, denn sie hat früher als Reiseleiterin gearbeitet. In Nam Khem hat auch sie alles verloren und ist nun in einem von Rotary gespendeten Haus untergebracht. Als Reiseleiterin kann sie nun kein Geld verdienen, da immer noch kaum Touristen in der Region Urlaub machen. Sie ist auch ausgebildete Masseurin  und hat die Idee  sich als Masseurin wieder ein wenig Geld zu verdienen. Daher werden wir ihr einen Anbau für einen kleinen Salon finanzieren.

 

Mr. Banyong Bangphichat - Thailand

Er hat seine Frau verloren und muss nun für die beiden Söhne sorgen. Vor dem Tsunami besaß er ein gut gehendes Restaurant am Strand. Alles wurde zerstört. Er hat inzwischen neue Räume an der Hauptstraße nach Takuapa angemietet, am Strand möchte er nach dem Erlebten nicht mehr arbeiten. Ein paar Kochgeräte besitzt er  bereits, aber, um arbeiten zu können fehlen Einrichtung und Geschirr sowie  eine Erstausstattung an Lebensmitteln.

Khun Jup - Thailand

Auch er benötigt für sich und seinen Familie dringend Unterstützung beim Hausbau.

Familienbetrieb: Ehemalige Garden Beach Bungalowanlage (März 2006)

Lichtblick braucht Menschen, die uns nicht nur mit Geld, sondern mit Ideen sowie Rat und Tat helfen wollen. So Tobias Lauinger, 29 aus Karlsruhe. Ihn lernten wir im November in Khao Lak kennen und er ist es auch, der uns mit der Familie vom ehemaligen Garden Beach Resort bekannt macht. Er selbst ist mit der Familie befreundet und während des Tsunamiunglücks war er in Phuket. Zum Garden Beach wollte er nach Weihnach¬ten, was ihm vielleicht sein Leben rettete. Verzweifelt suchte er nach Familienangehörigen der Anlage, als er von dem Umglück erfuhr. Ohne zu überlegen half er Ende Dezember 2004 bis Ende Januar 2005 in Phuket im Kran¬kenhaus. Uns unterstützt er ehrenamtlich in Khao Lak bei dem folgenden Projekt:

Ben (21) und seine damals fünf Schwestern Dui (24), Kwan (25), Fah (26), Nam (28) und Fon (32) entschieden sich 1991 gemeinsam mit ihren Eltern ein Restaurant und eine kleine Bungalowanlage in Khao Lak aufzu¬bauen. Es begann mit 20 Strohhütten, die für ca. 300 Baht/Nacht (6 Euro) zu mieten waren. Nach und nach baute die Familie von dem erwirtschafteten Geld mehr Bungalows, die letzten 2001. Vor dem Tsunami bestand das Garden Beach Resort aus 50 Strohhütten. Alle Bungalows, sowie das Restaurant wurden im Tsunami komplett zerstört. Doch viel schlimmer für die Familie ist, dass an diesem Tag die beiden Töchter Kwan und Fah die Ka¬tastrophe nicht überlebten. Die übrigen Familienmitglieder, die sich zu dem Zeitpunkt in der Anlage aufhielten, kamen mit schweren Verletzungen bzw. einem Schock davon. Fahs Körper ist immer noch nicht gefunden wor¬den. Außerdem kamen von 58 Gästen (davon viele Stammgäste) 20 ums Leben. Von den 20 Hotelangestellten starb glücklicherweise niemand, sie konnten schnell davonrennen, 17 waren schwer verletzt.
Von Januar bis September 2005 lebte die Familie übergangsweise in einem 20 qm³ Raum an der Hauptstraße in Khao Lak, weit weg vom Bild der Zerstörung. Dann zogen sie in einen selbstgebauten‚ Bungalow’. Ben und sein Vater sowie die 20 Hotelangestellten sind seit dem Tsunami arbeitslos, 2 Schwestern arbeiten in einem schlecht gehenden Restaurant und versorgen die Familie so gut es geht, leider fehlen immer noch die Gäste.
Jetzt, nach fast 1 ½ Jahren möchte die Familie ein Restaurant sowie 4 kleine Bungalows auf ihrem Grundstück unter dem Namen Khao Lak Andaman Beach Resort wieder aufbauen- für mehr reicht das Geld aber auch der Tourismus noch nicht. Im November soll das Restaurant eröffnet werden. Ziel der Familie ist es von dem im Restaurant erwirtschafteten Geld nach und nach mehr Bungalows, die diesmal auf einem stabilen Sockel stehen werden, zu bauen. Alle damaligen Hotelangestellten sollen hier langfristig wieder Arbeit finden, das ist der Fa¬milie sehr wichtig. Viele Stammgäste versprechen wiederzukommen.. Sie fragen, wann es in der Anlage wieder möglich ist. Sie wollen der Familie helfen ihre Existenz wieder aufzubauen, helfen Geschehenes zu vergessen.
Obwohl Lichtblick überwiegend privaten Menschen hilft ihre Existenzen wieder aufzubauen fiel uns die Ent¬scheidung dieser Familie zu helfen nicht schwer hier Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.

Die Sockel für die Bungalows sind verlegt und der Bau kann beginnen. Im Juni müssen Einrichtungsgegenstände günstig gekauft werden, die die Familie nicht ohne große Schulden zu machen, finanzieren kann (ungefährer Wert 500.000 Baht). Im November soll eröffnet werden.